Wo bin ich mit den Gedanken?

Wo bin ich mit den Gedanken?

Es kann doch nicht möglich sein, dass man in Situationen gerät, die zum einem zum Lachen sind, aber andererseits schon nachdenklich machen. Ich nenne es kopflos oder auch gedankenlos. Neulich verließ ich die Wohnung fröhlich vor mich hinpfeifend Richtung U-Bahn. Die Blicke der Menschen auf der Straße waren schon eigenartig, irgendwie blickten sie amüsiert in meine Richtung. Was haben die heute alle? Dumpfbacken! Ich bin doch ganz normal gekleidet und Hausschuhe habe ich auch keine an, also versteh ich es gerade gar nicht, diese Blicke. Vor dem Einsteigen in die U-Bahn läutete mein Handy und wie ich zur Handtasche greife, sehe ich, dass ich einen grünen Beutel in der linken Hand halte und das!!! ist nicht meine schöne Tüte mit meinem gesunden Mittagessen. NEIN!! Es ist unser grüner Müllbeutel, den ich seit 10 Minuten lustig schlendernd mit mir herumschleppe. Oh, Gott! Wieee peinlich und dennoch musste ich herzlich lachen.

Wo bin ich mit den Gedanken?

Habt Ihr auch solche Peinlichkeiten oder passieren Euch auch so gedankenlose Situationen? Ich komme immer in diese Situationen, wenn ich unkonzentriert bin und hundert Dinge auf einmal erledigen möchte. Zerstreute Professorin ist fast untertrieben.

Das schlimmste Erlebnis war vor Monaten und seitdem gehe ich gar nicht mehr gerne alleine einkaufen! Ich, lustig, fröhlich in der Einkaufsmeile unterwegs, da probieren, dort gustieren und im Kaufhaus durch alle Etagen und von Gaderobe zu Gaderobe Verschiedenes anziehen und doch nichts gefunden. Also raus und ins nächste Geschäft rein. Die ganze Prozedur von vorne, endlich ein Teil gefunden und ab zur Kasse, anstellen, dann der Griff zur Handtasche… HANDTAAASCHEEE… Oh Gott, die hab ich in der Gaderobe vergessen. Nein!!! Keiner hat sie gesehen.

Wo bin ich mit den Gedanken?

Da kommt die Erkenntnis: „Kaufhaus“!! Raus ins Freie, Luft holen, durchatmen und die Schweißperlen übersehen, rein ins Kaufhaus und zur letzten Abteilung, die ich besucht habe! Das ist die Verkäuferin, die mich betreut hat. Ich plappere los, was alles aus mir vor Verzweiflung rauskommt, keine Ahnung. Doch endlich unterbricht mich die Frau und ich höre nur: Tasche, ja. Fragen Sie bei der Kasse!!! … Daniel Düsentrieb ist ein Schneck gegen mich, so schnell sause ich ab zur Kasse! Dort, bei der Information, muss ich eine detailgenaue Beschreibung über Aussehen und Inhalt (Lieber Gott) abgeben. Die freundliche Dame verschwindet hinter einer Wand und kommt mit einer Handtasche, die aussieht wie „meine TASCHE“ . Hört Ihr noch heute die Felsen von meinem Herzen plumpsen! Ich sage Euch, alles war da und seitdem bin ich immer drei Blicke zurück und alles kontrolliert. Ich erwähne nur kurz, dass ich schon ohne Tasche die Wohnung verlassen habe und im Büro erst daraufgekommen bin.

Wo bin ich mit den Gedanken?

Motiviert über meine Missgeschicke zu schreiben, hat mich ein Beitrag vor einiger Zeit bei Natascha von Champagner zum Frühstück. So und nun, sagt mir bitte, dass Euch auch schon Ähnliches passiert ist und Ihr auch kopflos durch den Tag rennt!

Yours Evelin

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8 Kommentare

  1. Liebe Evelin,
    du bist bestimmt nicht alleine und mit deinem Bericht bin ich beruhigt, das ICH nicht alleine bin. Ich dachte schon an frühe Demenz …. aber unser Kopf ist voll, an was wir alles denken müssen oder noch erledigen!!! Wichtig ist, das wir dann selber über uns LACHEN können.
    Ganz liebe Grüße

    Ela vom Stilblock

    • Liebe Ela,

      vielen lieben Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast um mir etwas Mut zu machen. Anscheinend machen wir wirklich zu Vieles auf einmal. An frühe Demenz will ich ja nicht glauben und Gott sei Dank kann ich über mich noch lachen. Schön, dass wir doch einige sind die manchmal ohne Kopf durch das Leben laufen. Wir sollten einen Club gründen.
      So nun richte ich meine Krone, wenn ich sie finde und wünsche Dir einen schönen Abend und liebe Grüße
      Evelin

  2. Du bist nicht allein, liebe Eveline! Und das ist auch gut so, denn geteiltes Leid ist bekanntlich nicht ganz so schlimm, nicht wahr?
    Einmal habe ich das Haus verlassen und ein einfarbiges T-Shirt links herumgetragen, wie peinlich! Ich bin froh, dass ich nur mit zwei Freundinnen war! Erst nach langer Zeit bemerkte einer von ihnen! 🙁 kkkkkk
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Hallo liebe Claudia,
      schön, dass wir schon fast eine Gruppe sind und das macht es schon einfacher. Oh verkehrt rum angezogene Wäsche kenne auch nur zu gut. Und wenn Du es nicht merkst und am Abend nach Hause kommst und der Mann fragt, warum der Pullover die Naht außen hat und wo Du warst, das kann heiter werden.
      Ganz liebe Grüße
      Evelin

  3. 🙂 Liebe Evelin,
    mir sind auch schon seltsame Dinge passiert. Mit dem Müllbeutel bin ich allerdings noch nicht weggefahren. Shit happens. Und ich habe ganz breit grinsen müssen.
    Danke für den Sonntagslacher!
    Dir noch einen schönen Tag und ganz liebe Grüße
    Claudia 🙂

    • Liebe Claudia,
      Es freut mich, dass der Beitrag Dich zum Lachen gebracht hat. Es ist beruhigend, dass nicht nur mir Seltsames passiert. Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
      Evelin

  4. Hallo liebe Eveline, was soll ich sagen…. kürzlich im Steffel …. haargenau die gleiche Aktion.
    Von den täglichen Spielchen kann ich Dir auch – ein garstig Lied- singen. Aber…. meine Devise lautet mittlerweile „ Gelassenheit „ .
    Herzliche Grüße
    Martina

    • Vielen lieben Dank Martina! Das ist beruhigend, dass nicht nur ich manchmal Kopflos durch den Tag laufe!! Ja, an Gelassenheit übe ich mich auch und schön langsam gelingt es. Freue mich sehr über Deinen Kommentar und schicke Dir ganz liebe Grüße aus Wien
      Evelin

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