Nachhaltiger Konsum?

Immer wieder liest man die Schlagworte Nachhaltigkeit, bio, öko und fair… Doch die wenigsten Konsumenten setzen sich tatsächlich mit diesen Worten auseinander. Reicht es den Meisten ein Produkt zu kaufen, auf dem ein Bio-Siegel gedruckt ist und manchmal dafür sogar etwas mehr auszugeben? Auch wenn dieses Produkt vielleicht mehrere hundert Kilometer zurückgelegt hat?

I keep hearing words like sustainablity, biologial, ecological, fair … But most consumers don’t actually deal with the subject. Is it enough for most of them to just buy something that’s stamped with an organic certification seal and to pay a little more for these products every once in a while? Even if it has been shipped more or less around the world?

Nachhaltiger Konsum?

Ich beschäftige mich in letzter Zeit immer mehr mit diesem Thema und mir wird tagtäglich mit Schrecken bewusst, wie sehr wir unseren Planeten ausbeuten. „Ach noch so eine Öko-Tussi“ denken sich vielleicht Einige unter Euch. „Das findet doch eh alles nur in China oder Afrika statt und interessiert mich nicht“ denken sich vielleicht die Anderen. „Ich alleine kann doch sowieso nichts ändern“ höre ich auch immer wieder.

Lately I’ve been doing my homework on this subject and every day I notice more and more how much we actually exploit our planet. “Oh here comes another eco-rant”, you may think. “That doesn’t really affect us here, it’s all in China and Africa”, I’ve heard a few times as well. “If it’s just me who does it differently it won’t change a thing”, they say.

Nachhaltiger Konsum?

Doch stimmt das wirklich? Kleine Tipps wie Licht abdrehen, Heizung runter drehen, regional kaufen, recyceln bzw. Müll vermeiden kennen wir doch alle und mit viel Glück setzen ein paar unter Euch das auch um. Aber wieso findet dann kein Umdenken im Großen statt? Warum ignorieren viele die zusammenhängenden Auswirkungen auf das globale System?

But is it true? There are lots of little things like turning off the lights, lowering your thermostat, buying from regional farmers, recycle or avoid too much waste and maybe a few of you will actually consider doing this. But why isn’t everybody changing their way of life? Why is everybody ignoring the connected consequences for our global System?

Nachhaltiger Konsum?

Vielleicht sind es genau die Antworten auf diese vielen Fragen. Wie viel Wasser werden für die Herstellung eines T-Shirts verwendet? Wie viel verdienen die Näherinnen? Wie viel bekommen die Bauern für ihren Rohstoff? Und wo kommt das Produkt überhaupt her? Brauche ich wirklich 10 verschiedene weiße T-Shirts in meinem Schrank? Vielleicht habt Ihr euch diese Fragen schon einmal gestellt, aber wieder beiseite geschoben, weil die Antworten für uns alle unangenehm sind.

Maybe it’s because of the answers to those questions. How much water is used in the production of a single T-Shirt? How much do the seamstresses earn? How much do the farmers get for the raw material? And where does it all come from? Do I really need ten different white T-Shirts in my closet? Maybe you have asked those questions before but brushed them aside again because the answers may be uncomfortable.

Nachhaltiger Konsum?

Ein weiterer Grund könnte der Preis sein, doch dieses Argument gilt für mich nur bedingt. Natürlich kosten hochwertige Materialien mehr, doch im Kleinen ist es meist sogar günstiger. Nehmen wir zum Beispiel Gemüse. Dieses kostet regional gekauft weniger, da auf Dünger, Transportwege oder Schädlingsbekämpfung verzichtet wird.

Another reason may be the price, though I don’t really agree with this concern. Of course quality is more expensive but on a small scale it may still end up being cheaper. Take vegetables for example. It’ll be quite a bit cheaper if you buy it from your local farmer since he probably won’t be using fertilizer or pest control and he doesn’t need to ship it all the way across the country.

"Zum Wohl" - das Gasthaus, das alle vertragen!

Wir Blogger stehen auch immer wieder vor einigen Fragen: Was möchte ich meinen Lesern mitgeben? Soll ich Konsum wirklich bewerben? Ich muss doch auch von irgendetwas leben. Soll ich Öko schreiben oder doch lieber Kommerz? Nun seid Ihr an der Reihe: Interessiert es Euch wirklich? Das ist wohl die wichtigste aller Fragen für uns Blogger. Auch ich weiß noch nicht ansatzweise genug über dieses Thema und Eure Gedanken, deshalb freue ich mich über Euren Input, Denkanstöße und eine rege Diskussion.

And for us Bloggers there are a few questions like that as well – what message do I want to get across? Do I really want to be pro consumption? Then again I have to make a living somehow. Should I write eco or rather mainstream? Well now it’s up to you – are you actually interested in this? That’s probably the most important question for us Bloggers. I don’t know nearly enough about this subject and about your thoughts so I am very much looking forward to your input, your opinion and a very interesting discussion.

Mit unserer neuen Serie zu diesem Thema möchten wir uns mit dem Gleichgewicht zwischen Verzicht und Luxus beschäftigen. Wenn es Euch interessiert 😉

With our new series about this subject we’d like to talk about the balance between abstinence and indulgence. If you are interested 😉

Nachhaltiger Konsum?

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22 Kommentare

  1. Pingback:Nachhaltiger Konsum? Faktor Ernährung

  2. Pingback:Nachhaltiger Konsum? Faktor Preis | Alnis fescher Blog

  3. SUPER !
    Endlich bin ich dazu gekommen den Beitrag zu lesen 🙂
    Ich finde es gut, dass ihr euch auf ein Gleichgewicht zwischen beiden einigt. So ähnlich handhabe ich das bei mir auch. Es gibt Dinge und Tage, an denen kann man schnell mal Bio / Vegan / Roh kaufen, aber manchmal hat man einfach Lust auf ein Snickers, oder möcht einfach mal kurz zum Zara was shoppen, ich finde man sollte auf nichts verzichten,aber trotzdem sollte jedem bewusst sein, was er tut, und wen er mit seinem Einkauf unterstütz.
    Ich bin gespannt auf die Serie 🙂

    Ganz liebe Grüße, Vivi
    vanillaholica.com 

  4. Liebe Alnis,
    ich kann deine Gedanken und Fragen gut nachvollziehen und manchmal möchte man am Liebsten an dieser Welt verzweifeln. Ich finde es sehr positiv, dass du diese Gedanken zulässt und auf deinem Blog zur Diskussion stellst. Für mich ist das Thema sehr interessant, und dort, wo ich mein Konsumverhalten ändern kann, tue ich das auch, und propagiere das offen auf meinem Blog. Auch wenn es vielleicht bedeutet, nicht mehr zu hunderporzent auf der Konsumwelle mitzuschwimmen. Man kann trotzdem cool und individuell sein, man muss halt ein bißchen Mut aufbringen, für seine Position einzustehen. Ich finde Mode wahnsinnig toll, auch wenn ich selber dafür kein wesentliches Geld ausgebe. Klingt merkwürdig, geht aber prima zusammen.
    Dir wünsche ich noch viele gute Ideen zum Thema. Herzliche Grüße sendet Edna Mo

  5. wow toller beitrag

    http://carrieslifestyle.com
    Posts online about Amsterdam, Rio, Amalfi…

  6. Natürlich ist es wichtig sich mit diesem Thema zu befassen.
    Aber oft lese ich von solchen Themen auf einigen Blogs und dann fliegt die Bloggerin 2x im Monat weg…..
    Das zeigt, dass das Thema der Person nicht am Herzen liegt.

  7. Ich schließe mich spontan den Worten von Andrea an. Mir geht es ähnlich.Ich mag am liebsten Produkte aus der Region, aber die sind auf dem Biohof wesentlich teurer als im Supermarkt. Wenn man dann eine große Familie ernähren und bekochen muss, dann kommt man schon schnell an seine Grenzen. Wenn ich Kleidung kaufe, meine ich bestimmte Ketten. Aber ich kontrolliere nicht oft die Herkunft. Wenn man Stoffe kauft und sich seine Kleidung selbst näht, weiß man auch nicht, wo das Material herkommt. Das Angebot ist einfach zu riesig und der Markt übersättigt.

    LG Sabine

    • Das ist sehr interessant, danke. Ich mache nämlich immer die umgekehrte Erfahrung, dass die Produkte direkt beim Bauern bzw. Schlachter sogar günstiger sind. Mit der Marktübersättigung hast Du prinzipiell auch Recht, nur gibt es mittlerweile schon wirklich viele Alternativen. Wir werden diesem Punkt definitiv weiter nachgehen – danke für Dein Feedback!
      LG Alnis

  8. sehr sehr gelungener Post!
    Schön dass du drüber geschrieben hast!

    Viele Grüße
    Miriam

    http://www.goldencherry.de

  9. Ich habe darüber vor kurzem auch erst geschrieben, da mir gerade in Amerika ziemlich viele Gewohnheiten bitter aufstoßen.
    Da es dein persönlicher Blog ist, würde ich an deiner Stelle genau darüber schreiben, wenn es dich bewegt und dich interessiert. Es geht ja um den Meinungsaustausch und selbst bei negativen Kommentaren wird immerhin darüber diskutiert.

    Grüße aus NYC,

    Sonja von Sunny Side Up

  10. Liebe Alnis!
    Danke für deinen gelungenen feinfühligen Artikel! Gerade im letzten Absatz habe ich mich besonders gefunden, denn für mich sind nicht die Extreme erstrebenswert, sondern – wie du schreibst- ein Gleichgewicht zwischen Verzicht und Luxus, ein Bewusstsein das konsequent lebbar ist. Ich freue mich über weitere Artikel und begrüße eure Idee auch diese Thematik in euren blog einfließen zu lassen.

  11. Ich finde das Thema unglaublich schwer. Sicherlich lebe ich auch bis zu einem gewissen Grad nachhaltig. Aber ich habe das Gefühl, dass es in Bloggerwelt sehr extreme Meinungen hier gibt. Ich stehe irgendwo dazwischen. Jedenfalls ist Nachhaltigkeit auch teuer (Kleidung) und das finde ich sehr schade. Love Minnja – minnja.de

  12. Das ist ein schwieriges Thema und nicht einfach zu beschreiben…und wo anfangen !?.
    Auch ich bin dafür,nicht permanent das Licht brennen zu lassen,wenn man es nicht braucht..ich liebe Kerzenlicht..aber wo kommen die jetzt nun wieder her und wie wurden sie hergestellt..
    Oder ich lasse beim Zähneputzen nicht ewig das Wasser laufen..dusche lieber,als zu baden..zumindest im Sommer,denn im Winter gibt es nichts schöneres als ein gemütliches Bad in der Wanne 🙂 wenn ich ehrlich bin..
    Ich esse Obst und Gemüse sehr gerne aus unserer Region..(Bodensee)
    Aber günstig ist das nicht..ein Besuch beim Hofladen oder dem Wochenmarkt reißt ein ordentliches Loch in die Haushaltskasse..
    Manchmal habe ich es eilig beim Einkaufen und keine Lust ewig nachzulesen wie und wo was herkommt..alles nicht so einfach,aber ein Anfangsdenken ist da..
    Hab einen schönen Sonntag
    Lieber Gruß
    Andrea

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