Nachhaltiger Konsum? Faktor Preis

In unserem ersten Beitrag zum Thema Nachhaltiger Konsum? beschäftigten wir uns mit den grundlegenden Themen und wie sehr sie Euch beschäftigen. An Stelle Nummer eins steht immer der Preis, deshalb möchten wir dem heute genauer nachgehen.

In our first post about sustainable consumption we talked about the fundamental subjects and how much they affect you guys. It seems that constantly in first place is the price so today we’d like to go into more detail on just that.

Falkensteiner Hotel & Spa Iadera, Kroatien

Ich denke, eine der Kernfragen, die wir uns stellen müssen ist „Wie viel brauche ich wirklich?“. Denn wir alle investieren manchmal in teurere Dinge und möchten uns etwas gönnen. Wenn wir genau hier dann auch darauf achten, wie produziert wird, dann ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Und wenn man bedenkt, welche Stoffe und Chemikalien – abgesehen von dem sozialen Aspekt – wir mit Billigware in den Kreislauf bringen bzw. tagtäglich auf unserer Haut tragen, gibt man da nicht lieber ein bisschen mehr aus, um das zu verhindern?

I think one of the most important questions to ask yourself is “how much do I actually need?”. We all spend loads of money on some things from time to time. So if you consider how stuff is made just when you’re about to buy something more expensive then you have definitely taken a step in the right direction. And if you think about what kind of chemicals – aside from the social aspect of it – we throw into the natural cycle or put on our skin when we buy cheap, doesn’t that make you want to spend a little bit more just to prevent all this?

Falkensteiner Hotel & Spa Iadera, Kroatien

Wenn man dann auch noch berücksichtigt, welche weit reichenden Auswirkungen ein einfaches T-Shirt oder ein Fläschchen Nagellack für das Ökosystem hat, überlegt man sich vielleicht doch, ob man wirklich so viel davon benötigt. Der Rohstoff benötigt Ressourcen und eventuell auch Dünger und Chemikalien, bei der Produktion fällt Müll bzw. Abwasser an, das vielleicht nicht oder nicht ausreichend gereinigt wird und so gelangen Schadstoffe in den Wasserkreislauf, die Verpackung setzt sich auch aus einigen Komponenten zusammen, benötigt Ressourcen und muss transportiert werden. Und das ist nur ein Bruchteil der Faktoren, aus denen sich ein Produkt zusammensetzt. Ihr seht also, dass eine schnelle, unüberlegte Kaufentscheidung weitreichende Folgen haben kann.

So if you think about just what a simple shirt or a tiny bottle of nail polish does to eco system, you may reconsider just how many you actually need. The raw material requires resources and maybe fertilizer an chemicals, manufacture produces waste and wastewater which can’t be cleaned sufficiently, which is how these pollutants end up in the water cycle, the packaging also requires many different components and needs to be transported. And all that is just a fraction of the components of a single product. So you can see that a quick, imprudent decision could have massive consequences.

Nachhaltiger Konsum? Faktor Preis

Gesunde Lebensweise und Ernährung wird immer präsenter, aber in der Mode ist dieses Thema eher noch unwesentlich. Nahrung nehmen wir ja schließlich direkt zu uns, aber Kleidung tragen wir „nur“. Dabei werden so viele Schadstoffe über die Haut aufgenommen bzw. beim Waschen wiederum in den Kreislauf gebracht. Bei großen Konzernen wird zwar immer wieder kritisiert, aber der Konsument zeigt den Modeketten nichts von dieser Kritik, denn die Nachfrage steigt. Trotzdem beugen sich diese den Medienstimmen, denn H&M und Primark nehmen zum Beispiel am Greenpeace Programm zur Entgiftung des Produktionsprozesses teil.

A healthy lifestyle and diet are very popular these days, unfortunately this is not quite true for fashion yet. Food goes straight into our body, clothing is “only” worn on the outside. But so many harmful substances can be picked up through our skin and end up in the water cycle when you wash your clothing. Big enterprises are criticized a lot, but the consumer does not show the fashion chains any of this critique – demand is rising! Still, some of them actually listen to the media because H&M and Primark are part of a Greenpeace program which aims to clean up the production process.

Nachhaltiger Konsum? Faktor Preis

Und wenn wir ehrlich sind – was ist in der Mode schon teuer? Exklusivität und Luxus erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und der Hype um Marken ist unglaublich. Es ist uns egal, wenn eine Tasche viel Geld kostet, nur weil ein bekanntes Logo drauf prangert. Aber wenn es um Fairness und Nachhaltigkeit geht, dann ist es plötzlich zu teuer. Wir verbinden Preis mit Qualität, möchten aber für „saubere“ Produkte nicht viel ausgeben.

And let’s be honest, what’s so expensive about fashion anyway? Exclusiveness and indulgence are on the rise and the hype for brands is unbelievable. We don’t care if a purse costs more than a grand just so long as there’s a well-known brand-logo on it. But when it’s about fairness and sustainability, all of a sudden it’s too expensive. We make a connection between price and quality but we don’t want to spend a lot for “clean” products.

"Zum Wohl" - das Gasthaus, das alle vertragen!

Die Komponenten eines Produktes sind sehr vielseitig und komplex. Je mehr wir darüber wissen, nachdenken und Wert darauf legen, desto individueller wird die Kaufentscheidung somit. Genauso individuell wie jeder von uns ist. Somit kann diese Entscheidung auch nicht als richtig oder falsch bewertet werden, wichtig ist das Bewusstsein dahinter. Wir können Euch nur über so viele Aspekte und Produkte wie möglich informieren, alles andere liegt dann bei Euch, den Konsumenten.

The ingredients for a product are very versatile and intricate. The more we know about it, think about it and attach value to quality, the more individual our purchase decision will be. Just as individual as each and every one of us. And as such, our decisions can’t be considered to be right or wrong, it’s the awareness that counts. We can only tell you so much about products and all the details about them, the rest is up to you.

Nachhaltiger Konsum? Faktor Preis

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17 Kommentare

  1. Was mich unheimlich nicht ist unsere Wegwerfgesellschaft. Viele schauen wirklich nur auf Masse, Qualität ist total egal und dann wird jede Woche in Primark gerannt, nur um ein Beispiel zu nennen, das Teil 2 x getragen, dann kann man es ja entsorgen – tut ja nicht weh. Das regt mich wirklich ziemlich auf. Ich bin alles andere als eine Heilige aber ich möchte mir immer bewahren, dass, wenn ich mir etwas kaufe, gerade z. B. teure Schuhe, dass ich sehr darauf aufpasse und mich wirklich immer daran erfreue. Und ich habe mich auch fest vorgenommen, auf ein paar Dinge in der Mode wirklich noch mehr zu achten. Liebe Grüße, Kirsten
    (habe mich sehr über den lieben Kommentar auf meinem Blog gefreut!)

    http://www.thelifbissue.com

  2. Sehr smarte Überlegungen und ein toller Beitrag.
    Früher legte ich mehr Wert auf Abwechslung statt auf Qualität. Das hat sich geändert.
    Ich boykottiere auch bestimmte Shops und Labels genau aus diesen Überlegungen. Aber letztendlich entscheidet jeder für sich selbst, wie er mit den Ressourcen und Umwelt umgehen will…

    ♥ Nissi
    http://www.nissimendes.ch

  3. Fanz toller Beitrag, es macht spaß die zu lesen! <3

  4. Ich finde auch das das Thema in Mode noch viel zu wenig interessiert. Man kauft auf Masse anstatt auf Qualität und gute Arbeitsbedingungen zu achten. Daran sollten wir alle arbeiten. Toller Beitrag!

    Liebe Grüße Jessy von Kleidermaedchen

  5. Hello ♥
    so ein wahrer und interessanter Post!
    TOP
    Liebe Grüße
    http://www.femme-noble.de

  6. Wahre Worte: Wir geben für irgendwelche Logos gern Geld aus, für Nachhaltigkeit aber nicht. Und da muss ich mich durchaus auch an die eigenen Nase fassen. Vor allem, was das Kaufen von Kleidung von Zara angeht. Denn der Inditex-Konzern scheint eines der dunkel-schwärzesten Schafe in der Fast Fashion-Industrie zu sein. Danke dafür, dass ihr das einfach mal wieder bewusst macht. Denn sein wir doch ehrlich: Wir wissen, wie es läuft. Und gucken weg.
    Liebe Grüße
    Fran

  7. Ich hatte heute Morgen die Überschrift schon gelesen und wollte noch einmal genauer schauen. Früher war Kleidung einfach zweckmäßig. Man hatte wirklich nur so viel wie man unbedingt brauchte. durch die Industrialisierung ist die Herstellung natürlich viel billiger. Es war alles übersichtlicher, als man die Ware noch vor Ort produzierte. Heute ist der Dschungel kaum noch zu durchforsten. Woher die Stoffe kommen weiß man auch bei den teuren Labels nicht immer.
    Die Menschen haben sich schon immer gern „geschmückt“.

    LG Sabine

  8. Wie recht ihr habt…!
    Angekommen ist die Mülltrennung…und das schon seit Jahren …aber dann…..
    Ich muss gestehen,bei Kleidern und Taschen hab ich noch nicht so direkt ein Auge drauf…gekauft wird..oder wurde ,was schön ist..
    Anschauen..Herzklopfen ..kaufen…
    So ist das und ein Umdenken ist schwer…aber ich nehm es in Angriff..versprochen…schön wäre es natürlich,wenn der Rest der Welt auch noch mitmachen würde..bezweifle ich ,da ich im Urlaub..egal ob in Italien oder Frankreich oder sonst wo..immer mitbekomme,alleine ..nur mal von Müll Trennung haben die noch nie was gehört..
    Hier in Deutschland haben wir 4 verschiedene Tonnen,im Garten,die auch noch ordentlich Geld kosten…was nützt uns das alles,wenn nicht alle mitmachen !?
    Und trotzdem..versuchen muss man es….
    Habt eine tolle Woche
    Viele liebe Grüße
    Andrea

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